KASCADE GRANDE: Ein Experiment zur Untersuchung der kosmischen Strahlung und ihrer Wechselwirkung im Energiebereich 1016 eV bis 5·1017 eV

M. Roth und A. Haungs für die KASCADE-GRANDE-Kollaboration
Forschungszentrum Karlsruhe, Institut für Kernphysik, Karlsruhe

Das Luftschauer-Experiment KASCADE mißt im Energiebereich von 5·1014 eV bis 5·1016 eV das Energiespektrum und die Elementzusammensetzung der kosmischen Strahlung. Um die Lücke zu EAS-Experimenten der höchsten Energien zu schließen, befindet sich eine Erweiterung in der Nähe des KASCADE Experimentes momentan im Aufbau. Neben der Bestimmung des Energiespektrums und der Elementzusammensetzung ist ein Studium für das Verständnis der hadronischen Wechselwirkungen bei solchen Energien notwendig, um zu noch höheren Energien extrapolieren zu können. Aufgrund des Multidetektor-Layouts des bestehenden KASCADE Experiments läßt sich bei dieser Erweiterung eine Fülle von Parametern im Einzelschauer untersuchen. Das neu zu schaffende Detektorfeld wird durch die Wiederverwendung der Szintillationszähler des EAS-TOP Experiments realisiert. Es werden somit Energien im Bereich von 1016 eV bis 5·1017 eV gemessen. Die Erweiterung kann durch die bestehende Anlage bei einer Energie von ungefähr 1016 eV kalibriert und getestet werden. Es soll eine kurze Darstellung der Ziele, das Detektor-Layout, sowie der aktuelle Stand des Aufbaus diskutiert werden.