Wärmeleitfähigkeit von YBa2Cu3O7-d im Magnetfeld

S.  Kiele1, B. Zeini1, T. Lorenz1, A. Freimuth1, A. Erb2 und T. Wolf3
1II. Physikalisches Institut, Universität zu Köln, Zülpicher Str. 77, 50937 Köln
2Walter Meissner-Institut, TU-München, Walther-Meissner-Strasse 8, 85748 Garching
3Institut für Festkörperphysik, Forschungszentrum Karlsruhe, 76021 Karlsruhe

Die elektronische Wärmeleitfähigkeit eignet sich als Sonde zur Untersuchung der Dynamik von Quasiteilchen in Hochtemperatursupraleitern. Unterhalb der supraleitenden Sprungtemperatur zeigt sich ein ausgeprägtes Maximum, das durch das Anlegen magnetischer Felder stark unterdrückt wird.
Wir präsentieren Messungen der longitudinalen und der transversalen Wärmeleitfähigkeit von YBa2Cu3O7-d im Temperaturbereich von 4 bis 300 Kelvin. Von besonderem Interesse ist hierbei die Feldabhängigkeit des longitudinalen Anteils der Wärmeleitfähigkeit in der supraleitenden Phase. In kleinen Feldern finden wir eine starke Unterdrückung von k, die zu großen Feldern hin schwächer wird. Im Bereich des Maximums ist diese stark nichtlineare Feldabhängigkeit besonders ausgeprägt. Zu tiefen Temperaturen hin wird die Feldabhängigkeit insgesamt schwächer.
Oberhalb von 30 Kelvin ist die Feldabhängigkeit reversibel. Im Gegensatz dazu zeigen sich unterhalb von 30 Kelvin systematische Hystereseeffekte, die aus dem Pinning des Vortexgitters resultieren.