Stabilität der antiferromagnetischen Ordnung in CuMnSb

J. Boeuf1, C. Pfleiderer1 und H. v. Löhneysen1,2
1Physikalisches Institut, Universität Karlsruhe, 76128 Karlsruhe
2Forschungszentrum Karlsruhe, Institut für Festkörperphysik

Polykristalline Proben der kubischen semi-Heusler- Verbindung CuMnSb wurden im Lichtbogenofen unter Ar- Schutzgas erschmolzen und bei 650° für 7 Tage getempert. Pulverdiffraktometrie und Mikrosondenuntersuchungen zeigen, dass die Proben in kleinen Bereichen minimale Inhomogenitäten an der Auflösungsgrenze enthalten ( < 0.5%). Der spezifische Widerstand sinkt unterhalb Raumtemperatur schwach und fällt scharf beim Einsetzen von antiferromagnetischer Ordnung unterhalb TN » 54 K ab. Im magnetischen Feld bis 12 T zeigt sich keinerlei Einfluss auf r(T). Die Magnetisierung ist bis B = 12 T ungesättigt, linear und gegenüber konventionellem Pauli- Paramagnetismus um mindestens zwei Größenordnungen erhöht, wobei keinerlei Anzeichen für metamagnetische Übergänge zu beobachten sind. Wir diskutieren Parallelen mit dem itineranten Antiferromagneten Mn3Si und den möglichen Einfluss von Ladungsdichtefluktuationen auf die Stabilität der antiferromagnetischen Ordnung in hohen Feldern.